Dear Germany: Eine Amerikanerin in Deutschland


 
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(REAL NAME)    Rezension bezieht sich auf: Dear Germany: Eine Amerikanerin in Deutschland (Taschenbuch) Als ich das Buch in der Hand hielt und den Klappentext las, freute ich mich auf ein nettes Buch über kultuerelle Unterschiede und eine witzige Sicht einer Amerikanerin auf unsere deutschen Macken. Was ich bekam, war eine echt ärgerliche Arroganztirade einer Frau, die in Deutschland immer nur alles in Frage stellt und an allem herumnörgelt.
Das Leben in Deutschland wird im Buch in verschiedene Kapitel unterteilt (betreffend Umzüge, deutsches Essen, deutsche Feiertage etc. pp.) Im jeweiligen Kapitel wird dann schonungslos alles, was die Deutschen tun und lassen auseinandergenommen, für albern/überholt/falsch/... befunden und die Alternative, die Amerika für die jeweilige Lebenssituation bietet, erklärt und in den Himmel gelobt. Bis auf das deutlich gesündere Essverhalten der Deutschen verglichen mit dem der Amerikaner kann Frau Kloeppel anscheinend überhaupt nichts an ihrer neuen Heimat finden. Selbst an Dingen, die in Deutschland deutlich luxuriöser und technisch fortgeschrittener sind, findet Frau Kloeppel noch etwas auszusetzen. Siehe das Kapitel über deutsche Waschmaschinen... Statt sich zu freuen, dass deutsche Waschmaschinen gründlicher und sauberer waschen, meckert Frau Kloeppel, dass die Wäsche viel zu lange dauert und lobt an amerikanischen Modellen, dass sie viel schneller sind.(Wer schonmal mit so einem Ding gewaschen hat, wird mir Recht geben, dass sie eigentlich "Schmutzverteiler" heißen müssten.)Und dass es auch hierzulande sowas wie einen Schnellwaschgang gibt, ist egal.
Warum, frage ich mich, gibt es für sie nur "richtig" und "falsch", und nicht einfach "anders"?? Niemals würde sich ein Deutscher so anmaßend über seine Wahlheimat äußern wie diese Frau, noch dazu in einem ernst gemeinten öffentlichen Stück Literatur. Sicher kann man sich über manches, was in einem fremden Land anders ist, wundern, vieles ist vielleicht einfach ungewohnt. Doch das muss einem ja wohl klar sein, wenn man in ein anderes Land zieht...
Fazit: Wenn man sich nicht sehr in seinem eh zaghaften Nationalgefühl, das man als Deutscher ja hat, gekränkt fühlen will, sollte man dieses Buch NICHT KAUFEN. Es ist eine Frechheit und Beleidigung, und zwar nicht nur an alle Deutschen, sondern auch an alle, die gern in diesem Land leben und es als ihre (neue) Heimat sehen.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 30. Juni 2010
Kundenrezensionen:
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